Im Juli (1968) arbeitete Br. David als Chef der Tellerwäscher in Tassajara, Kalifornien (das älteste japanisch- buddhistische Kloster in den USA, im Sommer auch für Gäste geöffnet). Bevor er wegging, überarbeitete er das Abwaschritual und die Studenten wurden umgeschult. Später, als er bereits wieder in seinem Kloster Mount Saviour in New York war, sandte er dem Vorarbeiter weitere Vorschläge für künftige Tellerwäscher. Diese reichten von Tipps wie „ein bisschen Essig im Spülwasser bringt die Gläser zum Glänzen “ und „die Katzen schätzen es, wenn sie die Milchreste aus den Bechern vom Gästetisch bekommen“ bis zu Hinweisen wie „lasst uns horchen auf den Klang des Wassers und des Schrubbens, auf die verschiedenen Klänge, welche durch das Klappern der Teller entstehen. Die Klänge unserer Arbeit erzählen uns viel über unsere Gewohnheiten… Die meisten Menschen waschen ungern ab. Vielleicht können sie es schätzen lernen wie sich Holzschalen anfühlen, Töpfe und Krüge,  einfach alles, was sie berühren, das Gewicht von etwas, das wir aufheben oder niedersetzen, die verschiedenen Gerüche und Geräusche. Der heilige Benedikt, der Gründervater der westlichen Mönche, sagt, dass in einem Kloster jeder Topf und jede Pfanne mit der gleichen Ehrfurcht behandelt werden soll wie die heiligen Altargefässe.“


(Aus „Wind Bell“, Herbst 1968, © gratefulness.org, aus dem Englischen übersetzt von Eve Landis)